software for visualisation of musical analysis
Die Abbildungen der Dokumentation zur Version 1.1 wurden mit der Version 1.0 erstellt und können sich daher vom tatsächlichen Aussehen leicht unterscheiden.
AnaVis ist ein Programm, mit dem sich Formverläufe auf einfache Weise darstellen lassen. Um zum Beispiel die formale Gliederungen eines Musikstücks zu veranschaulichen, sind nur wenige Mausklicks notwendig:
Schülerinnen und Schüler können mit AnaVis eigenständig arbeiten. Darüber hinaus ermöglicht die parallele Anzeige verschiedener Analysen eine nicht-lehrerzentrierte Unterrichtsgestaltung. Mit nur einem Mausklick lassen sich zudem bestimmte Passagen aus einem Musikstück gezielt vorspielen.
Durch den professionellen Grafikexport ist AnaVis nicht zuletzt auch als Hilfsmittel zur Erstellung von Arbeitsbögen und für das wissenschaftliche Arbeiten geeignet.
Die Bedienung von AnaVis ist unkompliziert, wenn Sie grundsätzlich an die drei folgenden Möglichkeiten denken:
Auswahlmöglichkeiten über den Startbildschirm.
Auswahlmöglichkeiten über das Hauptmenü.
Auswahlmöglichkeiten über das Kontextmenü (Klick mit der rechten Maustaste).
Zu 1.) Wenn das Programm startet, können Sie über den Startbildschirm vorhandene Analysen öffnen, über die Schnellauswahl eine der zuletzt geöffneten Dateien auswählen oder eine neue Analyse erstellen,
Zu 2.) Im Hauptmenü finden Sie darüber hinaus viele der Aktionen, die Ihnen auch über den Klick mit der rechten Maustaste zur Verfügung stehen, sowie weitere Möglichkeiten:
Öffnen, Schließen und Speichern von Analysen (sowohl einer als auch mehrerer Dateien)
Exportieren der Arbeitsfläche von AnaVis als Bilddatei (PNG, TIFF, GIF, BMP, JPG oder XPS)
Verwalten von Bezeichnungspaletten
Verwalten von Anzeigeeinstellungen
Anzeigen des Logbuchs
Aufrufen des Hilfefensters
Zu 3.) Viele der Möglichkeiten der Bearbeitung finden Sie in einem Kontextmenü, das sich öffnet, wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, zum Beispiel:
Hinzufügen (z.B. von Texten oder Sound)
Bezeichnung zuweisen
Bezeichnungen verwalten
Länge ändern
Formteil aufteilen
Formteile verbinden
Analyse duplizieren
Grafik exportieren
Dokument inspizieren
Die folgende Abbildung zeigt die Auswahlmöglichkeiten nach einen Klick mit der rechten Maustaste auf einen Formteil einer Analyse:
Bitte beachten Sie, dass sich manche Befehle nur auf den/die momentan ausgewählten Formteil(e) beziehen, andere hingegen auf die gesamte Analyse.
Wählen Sie nach dem Öffnen des Programms ›Datei‹ → ›Neue Analyse‹ aus (oder das Symbol
in der Werkzeugleiste).
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den farbigen Analysebalken ›Unbenannt1‹, und wählen Sie ›Hinzufügen…‹ → ›Soundwiedergabe‹.
Klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts neben ›Bearbeiten‹ und anschließend auf das Ordnersymbol, um eine Sounddatei auszuwählen. Klicken Sie auf ›Öffnen‹, um die Sounddatei zu laden.
Starten Sie mit der Play-Taste links unter dem Analysebalken die Soundwiedergabe und klicken Sie auf die Scheren-Taste, um Teilungsgrenzen zu erstellen.
Wenn alle Teilungsgrenzen erstellt sind, klicken Sie auf ›Übernehmen‹.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den blauen Analysebalken und wählen Sie ›Bezeichnungen verwalten‹.
Klicken Sie zum Erstellen einer neuen Bezeichnung auf das grüne Plus-Symbol. Geben Sie für jeden Abschnitt des Analysebalkens eine Bezeichnung, Namen sowie Farbe an und schließen Sie den Dialog, wenn für jeden Abschnitt der Analyse eine Bezeichnung existiert.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste nacheinander auf die Abschnitte des Analysebalkens und wählen Sie unter ›Bezeichnung zuweisen‹ eine Bezeichnung aus.
Die Visualisierung Ihrer ersten Analyse ist fertig! Wenn Sie nun mit der linken Maustaste auf den Soundbalken klicken, können Sie beim Hören Ihre Einteilung sehen und dem Verlauf der Musik folgen.
Eine Analyseabbildung können Sie auf verschiedene Weise erstellen. Der folgende Abschnitt beschreibt die Vorgehensweise, wenn Sie über eine Sounddatei verfügen.
Als erstes klicken Sie auf ›Datei → Neue Analyse‹ oder auf das entsprechende Symbol in der Werkzeugleiste. Daraufhin erscheint ein farbiger Balken, der die Länge des Werkes veranschaulicht, das analysiert werden soll. Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den farbigen Analysebalken ›Unbenannt‹, und wählen Sie ›Hinzufügen…‹ → ›Soundwiedergabe‹. Daraufhin erscheint die Soundvisualisierung unterhalb des farbigen Balkens.
Klicken Sie auf ›Bearbeiten‹ am rechten Rand der Soundvisualisierung und danach auf das Ordnersymbol, um eine Sounddatei auszuwählen. Bestätigen Sie mit ›Öffnen‹ das Laden der ausgewählten Sounddatei.
In der Soundwiedergabe stehen Ihnen links oben – wie bei einem CD-Player – verschiedene kleine Schaltflächen zur Steuerung zur Verfügung:
Starten der Soundwiedergabe (Start)
Unterbrechen der Soundwiedergabe (Pause)
Stoppen der Soundwiedergabe (Stop)
Darüber hinaus sehen Sie Schaltflächen, um eine Einteilung vornehmen oder eine bestehende Einteilung korrigieren zu können.
Von links nach rechts haben diese Schaltflächen folgende Bedeutung:
Formteil aufteilen – Ein neue Unterteilung wird erzeugt.
Linke Grenze an die aktuelle Position schieben – Der vorherige Formteil wird verlängert.
Rechte Grenze an die aktuelle Position schieben – Der aktuell gespielte Formteil wird verkürzt.
Mit dem vorherigen Formteil verbinden – Der aktuelle Formteil wird mit dem davor zu einem Formteil verschmolzen.
Mit dem nachfolgenden Formteil verbinden – Der aktuelle Formteil wird mit dem danach zu einem Formteil verschmolzen.
Sounddateien werden standardmäßig mit einer Analyse nur ›verlinkt‹, das heißt: Nach dem Verschieben der Analyse- oder Sounddatei auf der Festplatte müssen Sie eine neue Verbindung (Link) herstellen. Um eine Sounddatei direkt in das Analyse-Dokument (AVD-Datei) einzubetten, klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Symbol
. Um eine eingebettete Sounddatei wieder zu verlinken, klicken Sie auf das Symbol
und geben Sie einen Speicherort an. Eingebettete Analysedateien und Links zu Sounddateien können über das Symbol
wieder aus der Analyse entfernt werden.
Über einen Rechtsklick auf den Analysebalken und Auswahl von ›Visualisierung entfernen‹ können Sie auch die komplette Soundwiedergabe wieder aus einer Analyse entfernen.
Eine Analyseabbildung können Sie auf verschiedene Weise erstellen. Der folgende Abschnitt beschreibt die Vorgehensweise, wenn Ihnen keine Sounddatei zur Verfügung steht.
Als erstes klicken Sie auf ›Datei → Neue Analyse‹ oder auf das in der nachstehenden Abbildung gezeigte Symbol in der Werkzeugleiste. Daraufhin erscheint ein farbiger Balken, der die Länge des Werkes veranschaulicht, das analysiert werden soll.
Um das Werk beispielsweise in drei Teile zu teilen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den farbigen Analysebalken und wählen ›Formteil aufteilen‹.
In dem nun erscheinenden Dialogfenster können Sie durch Klicken mit der linken Maustaste zwei Teilungsmarkierungen hinzufügen. Bewegen Sie die Markierungsstriche durch ›Anfassen‹ mit der Maus auf 33%. Ein Bestätigen mit OK-Schaltfläche übernimmt diese Einteilung in das Hauptfenster. Die Analyse enthält nun drei Abschnitte:
Auf ähnliche Weise können Sie die Länge von Formteilen verändern und – wenn Sie zwei Formteile markiert haben – auch Formteile verbinden.
Bezeichnungspaletten enthalten Zusammenstellungen von Bezeichnungen wie Farbpaletten eine Zusammenstellung von Farben. Die Verwendung von Bezeichnungspaletten erspart Ihnen, oft gebrauchte Bezeichnungen in jeder Analyse neu anlegen zu müssen, und ermöglicht eine konsistente Namens- und Farbgebung über mehrere Analysen hinweg.
Um den Dialog zum Verwalten der Bezeichnungspaletten aufzurufen, wählen Sie im Menü "Extras" den Eintrag "Bezeichnungspaletten verwalten…".
In der Vollversion von AnaVis stehen Ihnen viele nützliche Hilfen zur Verfügung. Die folgenden Standardpaletten gehören zum Lieferumfang von AnaVis 1.1:
Buchstaben und Zahlen
Sonatenrondo
Sonate und Sinfonie
Rock und Pop
Periode und Satz
Klassisches Konzert
Kettenrondo
Fuge
Fortspinnungstypus
Concerto grosso
Arie
Amerikanische Terminologie
Jeder Formteil einer Analyse hat eine Bezeichnung und eine mit dieser Bezeichnung verbundene Farbe. Um die Bezeichnung eines Formteils zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Formteil und wählen Sie "Bezeichnung zuweisen".
Sowohl die Ansicht mehrerer Analysen im Hauptfenster als auch die einer einzelnen Analyse lassen sich als Grafik (Bilddatei) exportieren.
Der Export unterstützt PNG, TIF, GIF, BMP, JPG und XPS.
Die Anzeige einer Analyse lässt sich vielfältig beeinflussen, z.B. Breite, Höhe, Zoom, Eckenradius und Hintergrundfarbe.
Im Logbuch werden interne Prozesse des Programms protokolliert. Wenn daher etwas nicht wie erwartet funktionieren sollte, können Sie im Logbuch nachschauen.
Die Beta-Version ist ein stabil laufendes, jedoch unfertiges Programm. Alle für den Unterricht wichtigen Funktionen wurden implementiert, meine Studierenden und ich benutzen das Programm regelmäßig.
Allerdings funktionieren die Menüeinträge nicht. Drücken Sie gleich nach Programmstart die Taste h für eine Hilfe. Das Verbinden einer Sounddatei mit einer Analyse gelingt nur per Drag & Drop. Verwenden Sie bitte die Tastaturkürzel dieser Kurzanleitung.
| Quickstart | |
| strg + n | Neue Analyse erstellen |
| Drag & Drop | Sounddatei auf den Analysebalken ziehen |
| Leertaste | Sound starten / stoppen |
| c | Unterteilung beim Anhören erstellen |
| Maus | Formteilgrenzen verschieben |
| Doppelklick | Formteil benennen |
| TAB | Cursor in nächsten Formteil setzen |
| Pinsel | Benannte Formteile mit Standardfarben einfärben |
| Tastaturkürzel | |
| n / s / k | Moduswahl: n = normal / s = Schere / k = Kleber |
| s (halten) + Klick | Analyseabschnitt teilen (Schere) |
| k (halten) + Klick | Analyseabschnitte verbinden (Kleber) |
| c | Analyse beim Anhören einer Sounddatei schneiden |
| strg + n | Neue Analyse erstellen |
| Pfeiltasten auf/ab | Analyse auswählen |
| strg + s | Markierte Analyse sichern |
| Leertaste | Soundwiedergabe starten / stoppen |